
Viele wissen es bereits: am 3. März wollen Nazis durch Münster marschieren. Daher haben wir uns – nach den guten Erfahrungen im Februar und Mai 2006 – wieder mit über 30 Gruppen und Initiativen zu einem großen Bündnis zusammengeschlossen, mit dem wir den Nazis an diesem Tag zeigen wollen, dass sie in Münster nicht willkommen sind.
Alle Infos findet Ihr auf der Website dieses aktuellen Bündnisses, die laufend aktualisiert wird:
www.keinenmeter.de.ms
Damit Ihr Euch am sog. „Volkstrauertag“ (= das ist nächsten Sonntag= 13. November) nicht nur über unkritische „Trauernde“ ärgern müßt, geben wir hier eine gute Veranstaltungsempfehlung weiter (Veranstalter sind die VVN und die EAM):
Falsche Helden in der Stadt des Friedens
Rundgang und Vortrag zu Münsters Militärdenkmälern
Im Schlossgarten steht ein Kriegerdenkmal mit der Inschrift: „Ob auch alles um uns sank, lasst uns nicht entarten, haltet Schwert und Ehre blank! Unsere Toten – warten.“
Sonntag, 13. November 2011, 10:30 Uhr
Start: am ehemaligen Lindenhof, Promenade/ Stadtbad Mitte
Abschluss: Kulturkneipe Frauenstr. 24
Am sog. „Volkstrauertag“ gedenken andere Leute ihrer toten Soldaten oder „Helden“. Dagegen wollen wir an diesem Tag einen kritischen Stadtrundgang zu einigen Münsteraner Militärdenkmälern durchführen, und im Anschluss nach einem Vortrag über Sinn und Unsinn militärischer Propaganda diskutieren.
Das Gedenken an den Ersten Weltkrieg (s.o.) bereitete den Zweiten vor. – Auch auf dem (Noch-) Hindenburgplatz, gegenüber dem dt.-ndl. Korps, steht ein Militärdenkmal: hier wird an die toten deutschen Soldaten von Stalingrad erinnert. Polemisch gefragt: Ist das die ideologische Vorbereitung für heutige und zukünftige Kriege?
Eine „richtige“ Auswertung kommt erst noch. Aber soviel können wir schon verraten: es ist super gelaufen. Besonders die vielen Schulklassen, die da waren, machen Mut. Aber auch ältere Mitbürger_innen überraschten – z.B. beim Thema Galen – mit sehr differenzierten Kommentaren. Also, liebe (jüngere) Antifaschist_innen: lasst die Vorurteile beim nächsten Mal in der Mottenkiste – das „schwarze“ Münster ist besser als sein Ruf!

„Sogar unsittliche Dinge“ würden dem Kardinal angedichtet, so äußerte sich erbost Felix Genn, aktuell Bischof von Münster, zu dem neuen Roman von Roland E. Koch: „Dinge, die ich von ihm weiß“ (Dittrich-Verlag, € 19,80), in dem eine – fiktive – Haushälterin von Galens sich an ihre dreizehn Jahre mit ihm erinnert. „Wenn Sie können, kaufen Sie solche Bücher nicht“, ließ Genn sich noch vernehmen. Diese moderne Form des Index war sicherlich die beste Werbung, die er für das Buch hätte machen können, ich jedenfalls habe es mir daraufhin sofort bestellt.
Fazit:
Keine Hagiographie, natürlich auch nicht wissenschaftlich; kein Buch, das mensch unbedingt gelesen haben muss. Dafür was für’s Herz, zum Abschalten oder für den nächsten Sofatag. Nur die versprochenen „unsittlichen Dinge“ kann ich in dem Roman nicht finden, da hat Charlotte Roche doch etwas mehr zu bieten …

Zur Erinnerung:
Heute abend laden wir Euch/ Sie herzlich ein zum Vortrag von & Diskussion mit Frau Doris Langenkamp (Foto, einige von Euch haben sie bereits bei der Eröffnung erlebt …) Es geht um das spannende Thema Inklusion.
Doris Langenkamp ist Vorsitzende der Lebenshilfe Münster und Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe. Sie ist Dipl.-Sozialpädagogin und Mutter eines Sohnes mit Behinderung.
Ort: Stadtbibliothek, Zeitungslesesaal
Zeit: 19:30 Uhr (pünktlich)
Unkostenbeitrag € 2, -

Morgen (Mittwoch) wird uns Peter Schilling von Spuren Finden e.V. noch einmal zu ausgewählten Stolpersteinen in der Innenstadt führen, die an Mordopfer der sog. „T4-Aktion“ erinnern. Start ist um 16:00 Uhr (pünktlich) vor dem Landeshaus, Dauer insgesamt ca. 2 h. Diese Veranstaltung ist kostenlos.
Für beide Veranstaltungen gilt: Nazis bleiben draußen (Hausrecht).

Ein relativ neues Buch (März ’11), geschrieben von einem bewährten Team. Gut lesbar, viele Infos. Lohnt sich auf jeden Fall.

Morgen ( = Montag !) habt Ihr/ Sie zum letzten Mal die Möglichkeit, der äußerst hilfreichen „Einführung“ von Wolfgang Burghardt, Studiendirektor i.R., in die Ausstellung zu lauschen. Sie ist ein prima Einstieg in die Fülle von Infos, und eine Art „Lesehilfe“ für die Ausstellung. Außerdem mit vielen wertvollen Hintergrundinformationen.
Der Eintritt ist frei. Ein Handout gibt’s zum Schluss auch, mit dem mensch sich auch später allein in der Ausstellung orientieren kann.
Am
Dienstag, 27. September
19:30 Uhr, im
Zeitungslesesaal der Stadtbibliothek,
wird Doris Langenkamp, Vorsitzende der Lebenshilfe Münster e.V. sowie Mitglied im Bundesvorstand der Lebenshilfe,
den – für einige vielleicht noch etwas neuen – Begriff der „Inklusion“ (der an die Stelle des überholten Begriffs und Konzepts der „Integration“ getreten ist), in einem Vortrag erläutern. Anschließend ist wie immer Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Leider müssen wir an diesem Abend pro Person 2,- € Eintritt erheben, da die Nutzung des Zeitungslesesaals in der Stadtbibo für uns nicht kostenlos ist.
Am Montag, 26. September, um 15 Uhr haben Sie/ Ihr das letzte Mal Gelegenheit, die Einleitung von Wolfgang Burghardt, Studiendirektor i.R., zu besuchen. Treffpunkt am Eingang des Landeshauses.
! Nachdem der erste „Schwung“ des Begleitbuches „Verlegt nach Hadamar“ ausverkauft war, ist jetzt „Nachschub“ eingetroffen. (Für € 10,00 bei den Pförtner_innen des Landeshauses zu erwerben.)