Alle gegen Pegida!!!!

Am heutigen Montag findet im neuen DGB – HAUS (Johann – Krane – Weg ) eine Vorbesprechung für den 30. statt. Kommt alle!

Martin Löwenberg – ein Leben gegen Faschismus, Unterdrückung und Krieg

Das Institut für Theologie und Politik (ITP) Münster zeigt:

es kann legitim sein, was nicht legal ist
martin löwenberg – ein leben gegen faschismus, unterdrückung und krieg

Dokumentarfilm von Petra Gerschner und Michael Backmund
Schnitt: Katrin Gebhardt-Seele – Filmmusik: Konstantin Wecker
dtOmU, 94 Minuten © München 2011 www.loewenberg-film.de

Mitveranstalter ist das KeinenMeter-Bündnis Münster, dem auch wir als Bündnis „Münster gegen Nazis“ angehören.


Martin Löwenberg

Fast zwei Jahrzehnte lang begleiteten die Filmemacher_innen den Widerstandskämpfer und ehemaligen KZ-Häftling Martin Löwenberg mit der Kamera, und suchten im Gespräch mit ihm und dem gemeinsamen Freund Konstantin Wecker nach Antworten auf die Fragen: Woher nimmt dieser Mann in seinem Alter das Verständnis für die praktische Tat, das Handeln, die jugendliche Ungeduld? Woher kommen seine Kraft und sein Mut? Wie entstand seine Unbeugsamkeit gegenüber staatlicher Willkür und Autoritäten? Und warum leuchten seine Augen noch immer auf, wenn er planend und organisierend politisch aktiv wird: für soziale Gerechtigkeit, gegen Ausgrenzung, gegen Krieg?

Als Jugendboxer trainierte Martin Löwenberg im Breslauer Postsportverein Stephan und verprügelte in der Freizeit mit seinen Freunden mehrfach den Streifendienst der Hitlerjugend. Die Freunde wehrten sich gegen die zunehmende Repression und Verfolgung unangepasster Jugendlicher. Später arbeitete Martin mit seinem älteren Bruder Fred in einem organisierten Widerstandsnetzwerk, und unterstützte osteuropäische Zwangsarbeiter mit Brotmarken und Informationen über den Kriegsverlauf. Im Mai 1944 nahm ihn die Gestapo fest. Nach tagelangen Verhören wurde er ins KZ Flossenbürg deportiert. In den KZ-Außenlagern Thil und Leitmeritz musste er bis zu seiner Befreiung Zwangsarbeit in unterirdischen Stollen leisten. Im Film werden die historischen Foto- und Filmdokumente zu seinen Erzählungen mit Aufnahmen der aktuellen Topographie dieser Handlungsorte konfrontiert.

Mit der Biografie von Martin Löwenberg schlägt dieser Dokumentarfilm einen Bogen über mehr als hundert Jahre Zeitgeschichte, von 1909 bis 2011. Gezeigt wird, wie sich Martin Löwenberg auch nach 1945 gegen die Remilitarisierung der Bundesrepublik engagierte, und wie er als Kommunist verfolgt wurde. Der Film dokumentiert Löwenbergs Unterstützung von Roma-Flüchtlingen in der KZ-Gedenkstätte Dachau, die Verhinderung von Naziaufmärschen, seinen Kampf für die Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter_innen. Durch Recherchen in deutschen und polnischen Archiven ist es gelungen, bisher unbekanntes Filmmaterial zu finden, das den Protagonisten bei historischen Ereignissen in Aktion zeigt, wie z.B. 1952 bei der Beerdigung von Philipp Müller, dem ersten von der Polizei erschossenen Demonstranten der jungen Bundesrepublik.

Die subjektive Protestgeschichte von Martin Löwenberg verknüpft der Film mit aktuellen Interviews, aber auch historischen Bildern aus Wroclaw (früher Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen und München. Martin Löwenberg spricht von seinen Visionen damals – nach der Befreiung aus dem KZ , und heute. Er entwickelt im Film eine besondere Form der Reflektion von Geschichte: dabei verschränken sich die Ebenen von Zeit und Inhalt in Erzählsträngen, die die Vergangenheit in der Gegenwart präsent werden lassen.

Mittwoch, 13. November 2013
19:00 Uhr
Cinema (Warendorfer Str. 45 – 47)
Eintritt: € 7,50 (erm. € 6,-)
Der Filmemacher Michael Backmund wird nach der Vorführung zu einem Gespräch bereitstehen.

Ausschluss:
Die Veranstalter_innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren, oder von dieser auszuschließen.

Pro Münster hat die gesamte Berichterstattung für Dienstag übernommen

Bitte unbedingt daran denken:
alle wichtigen Ankündigungen – und später auch Berichte – über die Gegenkundgebungen auf dem Meßkamp und auf der Nieberdingstr. finden sich ausschließlich auf:
promuensterland.blogsport.de
(ohne „www“!)
Bitte besucht diese Seite, und macht diese neue Webadresse in Euren Mails, SMS etc. bekannt! Vielen Dank!

Pro Münster z.Z. unter neuer Adresse

Bitte daran denken: der Verein Pro Münster e.V. ist derzeit NUR unter der „neuen“ Webadresse erreichbar:
promuensterland.blogsport.de
(ohne „www“!)
Wir haben es hier mit einem IT-Problem zu tun, das möglicherweise auf Benutzer_innen-Fehler zurückzuführen ist, die wir vor Dienstag vermutlich nicht mehr werden lösen können.
Sei dem wie es sei – wir hoffen, dass sich die neue url von pro münster schnell herumspricht – wozu jede/r beitragen kann …
Bis Dienstag!

„muenster-gegen-nazis.de“ wird: muenstergegennazis.blogsport.de

ACHTUNG

(dasselbe Dilemma wie bei pro münster:) die „alten“ urls sind z.Z. nicht erreichbar.

Ihr erreicht unsere Sites weiterhin problemlos unter:

(Verein:)
promuensterland.blogsport.de

(Bündnis:)
muenstergegennazis.blogsport.de

Hinweis!

Hinweis:

Bitte beachten:
alle aktuellen Infos zu Dienstag („pro Deutschland“) finden sich auf:

promuensterland.blogsport.de

Everswinkel: deutsch-türkische Familie wird bedoht

In Everswinkel (Kreis Warendorf) hat eine deutsch-türkische Familie mit vier Kindern einen anonymen Drohbrief erhalten. Vater Serkan Sömez erstattete Anzeige. Der – bislang anonyme – Briefschreiber beschwert sich erst über Kinderlärm, dann aber folgt der Satz: „Wir wollen doch nicht, dass den Kleinen etwas zustößt.“ Beigelegt war ein Flyer der NPD mit dem Slogan „Heimreise statt Einreise“. Der Staatschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Pro Münster e.V. und Pro Münsterland e.V. übernehmen!

Alles, was die „Nadelstreifen-Rechten“ von der als „Bürgerbewegung“ verbrämten „pro“-Bewegung angeht – ob nun „pro Köln“, „pro NRW“ oder „pro Deutschland“, ist dabei letztlich einerlei – ist schon immer die ureigene Baustelle unserer beiden Vereine:

Pro Münster e.V., und
Pro Münsterland e.V.

Seit August 2007 ist Pro Münster e.V. bereits aktiv – mit der klaren Zielsetzung, das Wörtchen „pro“ in Münster positiv zu besetzen – es steht für Antifaschismus, Multikulturalität und Integration. Gründungsmitglieder sind u.a. der grüne Ratsherr Carsten Peters, wie auch der Vorsitzende des Integrationsrates, Spyros Marinos.

Daher werden von jetzt an die Vereine die Ankündigungen und die Berichterstattung übernehmen. Wir bitten Euch daher, für alle weiteren Infos folgende Seite aufzusuchen:

promuensterland.blogsport.de

Am 27.8.: Auch Nadelstreifen-Rechte verjagen!!!

Gerade ist die NPD weg – und schon wollen die „Rechten im Nadelstreifen“ , hier: „pro Deutschland“, hier Stimmung machen! Wie gehabt vor einer Moschee – diesmal hat es die Moschee am Messkamp getroffen. Neu: Die Pro’s hetzen in verschiedenen Städten neuerdings gegen linke Zentren, in Münster ist das „krachtz“ in der Nieberdingstr. betroffen. – Viele Kommentare habe ich schon gehört in der Art: „wenn sie sich da ‚mal nicht den falschen Gegner ausgesucht haben ..“ (Die Nieberdingstr. ist voll von alternativen Leuten und Projekten …) Wie dem auch sei: wir lassen weder unsere muslimischen NachbarInnen noch unsere Freun_innen in der Nieberdingstr. im Stich!

NPD-“Flaggschiff“ in Münster

Landgang in der Innenstadt mit 1200 Leuten erfolgreich verhindert – am Ersatzliegeplatz 2 1/2 h Parkkrale verpasst

Am Donnerstag, 15.8., 15:00 Uhr mitten in Münster: die zentrale Klemensstraße: nein, nicht „schwarz von Menschen“, sondern bunt von Mensch_innen jeden Alters, wohl rund 1.200 Teilnehmer_innen an der Gegenkundgebung, mehr noch als im vorigen Jahr! Fahnen aller möglichen demokratischen Gruppierungen, oder selbstgemalte Pappschilder, Feststimmung, gute Musik … Die Menschenmenge steht – auch da, wo eigentlich der NPD-Truck parken soll – so dicht, dass ich nur dank meiner weißen Ordner_innenbinde noch einigermaßen durchkomme …

Wo bleibt die NPD? Plötzlich meldet der Ticker: die machen ihre Hetzveranstaltung auf dem Schlossplatz! (Ob die wohl wissen, dass gerade dieser seinen Namen einer großen gemeinsamen Kraftanstrengung aller demokratisch und antifaschistisch eingestellten Münsteraner_innen verdankt?) Aber das ist unser erster Erfolg heute: wir alle haben eine NPD- Kundgebung im Herzen Münsters verhindert, einfach nur durch unsere Präsenz. Der Berufsstand mit dem -l- im Namen hatte wohl einfach keine Lust, für 12 NPD-Gestalten 1.200 Gegendemonstrant_innen wegzuräumen … Statt aber den Truck dann konsequent aus Münster wegzuschicken, boten sie diensteifrig den Schlossplatz an – natürlich ohne den Anmelder der Gegenkundgebung zu informieren …

Kaum haben die Nazis auf dem Schlossplatz ihre Anlage ausgepackt, sind die ersten Gegendemonstrant_innen auch schon da – und alle kommen nach, münstertypisch auf Fahrrädern, oder per pedes. Dann sind weder Apfel noch Cremer zu hören. Denn der Truck ist umzingelt – und wird von allen Seiten ohrenbetäubend belärmt und beworfen. Unter anderem wird die Windschutzscheibe des Lkw durch einen Steinwurf beschädigt. Mit so einem Schaden darf keine Autobahn genutzt werden.

Nach 45 Min. unhörbarer Hetze wollen sich die Nazis eigentlich verpissen. Aber ringsum stehen und sitzen zuviele Leute, die sich von der Sambagruppe unterhalten lassen. Ein junger Mann versucht sich dazu – gekonnt – als Bauchtänzer, zeigt dabei mit – tänzerischen (!) Gesten immer wieder, was er von der NPD hält … Alle haben Spass, lachen und klatschen rhythmisch … Nur die Nazis werden immer sauertöpfischer.

Schließlich geht ein Gerücht: der Berufsstand mit dem – l – im Namen hat Verstärkung angefordert, eine Hundertschaft sei auf dem Weg. Daher lassen die Leute gegen 19:00 Uhr die NPD aus Münster fliehen. Hoffentlich behalten sie uns in schlechter Erinnerung – beim nächsten Mal sind wir 12.000 und machen den Schlossplatz dicht – falls es den NPD-Flaggschrott dann überhaupt noch gibt …

Aktuell: Gegenkundgebung am Donnerstag

Die Gegenkundgebung, die vom KeinenMeter-Bündnis, dem wir angehören, gestemmt wird, bereits angemeldet und genehmigt wurde, findet statt:

ab 14:00 Uhr auf der Klemensstr., direkt vor dem Stadthaus I

Wie im letzten Jahr sind wir relativ nah an den Nazis dran. Kommt zahlreich, und macht vor Ort deutlich, was Ihr von der NPD haltet!